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Einf�hrung

Die Zuordnung der 29 Artikel zu nur 12 Stationen und die Anordnung der Stationen zueinander bieten einen "roten Faden", der weitere Aspekte der Menschenrechte eröffnet und ihre Aktualität offensichtlich macht.

An dieser Stelle wollen wir nochmals DANKE sagen dem Planer DI Gerhard Prähofer, dem Wiener Ludwig Boltzmann Institut mit Prof Dr Manfred Nowak und seinem engagierten Team für die fachliche Betreuung und die Kommentare im Garten, sowie unserem philosophischen Berater Dr Wilfried Lang. Sie alle haben uns bei der Realisierung des Projektes intensiv begleitet. Durch ihre vielfältige fachliche Unterstützung bietet unser Garten eine so reiche Palette an Aspekten.

Leider werden Exponate immer wieder beschädigt, manchmal auch entfernt.

Lassen Sie sich davon aber nicht abhalten, den Garten zu besuchen und die besondere Zusammenstellung der Texte hier kennen zu lernen!

Die erste Station stellt fest, dass alle Menschen von Geburt an gleich sind.

Das Objekt zeigt eine Säulenhalle in fünf Farben; diese Farben stehen für die fünf Kontinente.

29 Säulen pro Farbe stehen für die 29 Artikel der Menschenrechte. Jeder Kontinent verfügt über verschiedene "Größen" und "Stärken", und doch sind alle Menschen gleich an Würde, Rechten und Pflichten.

Die zweite Station verlangt Bildung für jeden Menschen.

Erst durch Teilhabe an Kultur beginnen wir unsere Persönlichkeit herauszubilden. Andererseits, ohne Bildungschancen für alle bildet sich keine lebendige und vielfältige Kultur.

Das Objekt zu Station zwei wurde leider entfernt, es zeigte eine Metalltafel in Brailleschrift, um zu betonen, dass ausnahmslos alle Menschen eingeschlossen sind.

Die dritte Station betont die Wichtigkeit der Kommunikation mit anderen.

Offen, angstfrei und kritisch, also durchaus auch in Auseinandersetzung mit anderen Menschen und Ansichten, darf und soll unsere Kommunikation sein.

Das Objekt zeigt fünf Menschen im Gespräch miteinander.

Die vierte Station ist die Folge der Entwicklung, die in den drei ersten Stationen begonnen hat: Freiheit im Denken.

Das Objekt zeigt einen stilisierten Baum, den Baum der Erkenntnis. Jede und Jeder soll in Freiheit zu ihrer/seiner Erkenntnis gelangen. Niemand soll zu einer bestimmten Erkenntnis gezwungen werden, niemand andere zu einer solchen zwingen. Das persönliche Gewissen ist nun der Maßstab allen Handelns.

Die fünfte Station postuliert das Recht auf Selbstbestimmung.

Das Objekt stellt einen abfliegenden Vogel dar: das Leben ist ein Wagnis, freie Entscheidung ein Recht, aber auch eine Aufgabe. Darüber hinaus ist Autonomie ein wichtiger Begriff seit der Aufklärung: der einzelne Mensch, jede Gruppe sucht Autonomie und ist doch nur in Beziehung lebensfähig.

Die sechste Station verweist auf den Rahmen, auf die Regeln des Zusammenlebens.

Das Gesetzbuch ist Symbol für das Regelwerk, den Rechtsstaat. Gesetze sollen das Zusammenspiel von Freiheiten, Pflichten und Rücksichten aller BürgerInnen absichern. 

Die siebte Station bringt den Aspekt der Arbeitswelten ein.

Das Objekt zeigt eine alte handbetriebene Maschine, die ehemals das Überleben sicherte.

Die sechste (Gesetz) und die siebte Station (Arbeitswelt) stehen im Spannungsfeld zwischen Selbstbestimmung und Menschenwürde.

Gesetzgeber und Arbeitgeber müssten gleichermaßen die Talente und Stärken von BürgerInnen und MitarbeiterInnen, sowie die Würde jedes Menschen berücksichtigen. Wir alle aber sollten auch bereit sein zu Mitwirkung und Zusammenarbeit.

Die achte Station verweist auf die Unverrückbarkeit der Menschenwürde.

Ein Granitstein aus unserer Gemeinde ist ein nicht leicht weg zu bewegendes Symbol für die Menschenwürde. Jede Frau, jeder Mann, jedes Kind hat zu jeder Zeit diese Würde. Und jeder sollte bei seinen Entscheidungen und Handlungen auf seine eigene, und auf die Würde der anderen achten. 

Die neunte Station stellt soziale Sicherheit als eine Basis dar.

Niemand darf uns verloren gehen,- das ist das Ziel von Solidarität. Das Objekt, ein "Nest" aus Zweigen, weist auf die Sicherheiten hin, die wir einander garantieren. Das Geben von sozialer Sicherheit, das Erhalten sozialer Leistungen durch eine solidarische Gemeinschaft, beides ist Ausdruck und Garant für Menschenwürde in einer Gesellschaft.

Die zehnte Station zeigt zwei Aspekte der Demokratie.

Die ideale Demokratie basiert auf all den vorangegangenen Themen: der Anerkennung der Gleichwertigkeit aller, der Bildung, der offenen Kommunikation, der freien Meinung, der größtmöglichen Selbstbestimmung, der Schaffung und Befolgung gemeinsamer Regelungen, einer sinnvollen und lebenssichernden Beschäftigung, der solidarischen Haltung gegenüber den schwächeren Mitgliedern unserer Gemeinschaft.

Das Objekt - eine Hand aus Granit erhält den Auftrag eines Wählers - betont die Mitwirkung des Wählers und des Gewählten. Der Wähler ermächtigt den Gewählten im Sinne der Gemeinschaft zu wirken. Der Gewählte hat die übertragene Macht verantwortungsvoll einzusetzen, um die oben genannten Ziele zu erreichen und abzusichern.

Die elfte Station erinnert uns, dass wir alle Menschen sind.

Menschen brauchen Pausen. Ohne Pause werden wir hart zu uns selbst und zu anderen. Wir müssen über uns selbst nachdenken, über unsere Gefühle und Gedanken, unser Gewissen hören können, ausrasten, aus Rastern herauskommen, um uns selbst und andere verstehen zu können.

Als Objekt haben wir zwei Raststühle aufgestellt. Zum Seele baumeln lassen.

Die zwölfte Station konfrontiert uns mit unserer Pflicht.

Der Artikel 29 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte betont, dass wir alle einander verantwortlich sind. Aber er macht auch darauf aufmerksam, dass soziales Handeln und Mitwirken Sinn stiftend und Gewinn bringend sind.

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© 2008 by Karl Wieninger mail:karl.wieninger@gmail.com